Statt Krise: Einfach öfter mal auf Sieg wetten!

Wenn man grad mal nicht nicht Möglichkeit hat Tinky-Winky (männlich, lila, dreieckige Antenne, rote Tasche) zum Thema „Finanzkrise“ zu interviewen, dann befragt SPON eben einen Herrn Dov (sic!) Seidman (Philosoph, Unternehmensberater und Autor des Bestsellers (sic!) „Die La- Ola- Welle. Es kommt nicht darauf an, was du tust, sondern wie“

So eine Lebenseinstellung hätte ich auch gerne. Aber der Mann kennt sich auch mit Kapitalismus und Krisen aus:

Guter Kapitalismus funktioniert so, dass man in eine Mannschaft investiert und viel dafür tut, dass sie gewinnt. Man ist der Mannschaft verbunden. Vielleicht wettet man sogar, aber nur auf den Sieg.

Im verdorbenen Kapitalismus wetten Sie darauf, wer ein Tor in den ersten zehn Minuten schießt. Oder wer den ersten Einwurf bekommt.
Du brichst die ursprünglichen Verbindungen auf zwischen Leistung und Profit, du fängst an zu spielen. Du verlierst die Verbindungen und das Verständnis für den Sozialvertrag(!) des Kapitalismus, du vergisst sogar, dass es diesen Vertrag jemals gab. Du verdienst Geld mit Geld und nicht mehr mit Waren, du pervertierst(!) das System.

Der Mann hat aber nicht nur eine Krisentheorie sondern auch eine Werttheorie anzubieten:

Die wirkliche Währung unserer Zeit ist Beständigkeit.

Und er kennt, im Unterschied zu Marx, einen Ausweg aus der Krise:

Eigentlich ist alles ganz einfach. Wenn wir die Vernunft des Menschen voraussetzen, hätte es die Krise nie geben dürfen. (…) Das ist der neue Wettbewerb: der Kampf darum, wer den anderen durch anständiges Verhalten übertrifft.

Quelle: SPON

Ich traue mich im Moment noch nicht, das ernsthaft zu kommentieren, vielleicht steckt ja die Titanic dahinter.


1 Antwort auf “Statt Krise: Einfach öfter mal auf Sieg wetten!”


  1. 1 Janiyah 10. März 2011 um 22:55 Uhr

    Statt krise einfach oefter mal auf sieg wetten.. Awful :)

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