ver.di rechnet neu

Mal was am Rande. Vor der Tarifrunde rechnet ver.di so:

In den Medien heißt es zwar bisweilen, die Lufthansa biete ihren Beschäftigten 7,7 Prozent. Das stimmt aber nicht. Tatsächlich hat das Unternehmen nur 6,7 Prozent geboten – über eine Laufzeit von 21 Monaten – sowie eine Einmalzahlung von einem Prozent des individuellen Jahresgehalts. Umgerechnet aufs Jahr sind das nur rund 3,8 Prozent mehr – bei einer Inflationsrate von 3,3 Prozent einfach nicht genug.

http://verkehr.verdi.de/luftverkehr/airlines/lufthansa/2008/streik_faq/#verlangt_ver.di_nicht_zu_viel

Nach dem sagenhaften Abschluss schließt man sich nicht nur den Vorstellungen des Konzerns sondern gleich auch noch der Rechenweise an und redet über die Gesamtsumme und nicht die Jahressumme:

Rückwirkend zum 1.7. werden die Gehälter (…) um 5,1 Prozent erhöht. Ab 1. Juli 2009 kommt eine weitere Erhöhung von 2,3 Prozent hinzu. Das bedeutet: Insgesamt 7,4% mehr ab 1.7.2009.


http://verkehr.verdi.de/luftverkehr/airlines/lufthansa/2008/data/17776_flugi_a3_lh_ansicht.pdf

Kaum verwunderlich. So flexibel ist eine Gewerkschaft, die es allen ernstes wagt, sich für so was zu loben:

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft vertritt die Interessen der Lufthansa-Mitarbeiter/innen verantwortungsvoll und umsichtig. Das hat sich in vielen Krisen gezeigt, in denen die Beschäftigten zum Unternehmenserfolg beigetragen haben. Ihre Produktivität ist um fast ein Drittel gestiegen, ihre Realeinkommen jedoch nicht. So haben sie in den letzten zwei Jahren jeweils historische Rekordergebnisse erarbeitet. Nun sind endlich einmal die Beschäftigten dran.