Die FR im Volkskrieg

Die SPD-Zeitung „Frankfurter Rundschau“ (FR), Teil der berüchtigten „links-liberalen“ Abteilung der deutschen Presse, greift angesichts der aktuellen Ereignisse in Tibet ganz tief in die Blut- und Boden-Kiste und schreibt einen Hintergrundartikel unter dem Titel „Die Dominanz der Han-Chinesen“, in dem sie die systematische Durchrassung vormals ethnisch reiner Regionen in China beklagt.

Ganz früher war es noch schön, da hatte jede Ethnie ihren Staat. Da wurde auch nicht schnöde feudale Herrschaft und Ausbeutung unter dem Deckmantel religiösen Wahns organisiert, sondern eine bunte „Hochkultur“:

Einen tibetischen Staat gab es seit den „Gesetzeskönigen“, die ab 627 regierten. Er organisierte eine Hochkultur, die seit rund einem Jahrtausend von einer eigenen Form des Buddhismus geprägt ist. In der Autonomen Region leben gut zwei Millionen Tibeter, weitere vier Millionen in den Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan.

Doch die Durchrassung schreitet voran. Fremde, die auf der Suche nach Arbeit sind, quasi also Wirtschaftsasylanten, fallen wie die Heuschrecken ein ins Land und zerstören die völkische Einheit:

In Tibet selbst stellen sie noch gut 90 Prozent der Bevölkerung, doch die rasche Zuwanderung han-chinesischer Händler und Wanderarbeiter und die Präsenz der Armee verändern die demographischen Verhältnisse.

Und das systematisch und überall in China:

In Xinjiang stellen moslemische Ethnien, vor allem Uiguren, mit knapp zehn Millionen gerade noch die Mehrheit. Die Hauptstadt Urumqi ist binnen vier Jahrzehnten von einer uigurischen Mittel- zur chinesischen Millionenstadt geworden. Weil hier wichtige Ölfelder liegen, wird die Zuwanderung noch zunehmen. Wie in Xinjiang wehren sich auch in Ningxia muslimische Gruppen, hier der Hui, dagegen, dass ihre Religion auf Folklore reduziert wird.

Ich dachte immer, die FR sei kein Fan von „Gottesstaaten“, in denen die Religion zum Staatsprogramm erhoben ist, anstatt zu den Privatangelegenheiten der Bürger zu gehören. Aber China ist ja bekanntlich ein Feindstaat und da wird im Zweifel alles gegen den Angeklagten verwendet. Leider sind viele der unterdrückten Völkerschaften ziemliche Waschlappen. Sie interessieren sich mehr fürs Geldverdienen und die Bewältigung des Alltags, anstatt sich im antichinesischen Volkskrieg eine blutige Nase zu holen. Die FR vermisst vielerorts blutige Aufstände zur Erhaltung der ethnisch reinen Kultur- und Volksgemeinschaft:

In der Inneren Mongolei sind die Mongolen längst eine Zehn-Prozent-Minderheit. Eine bedeutendere Widerstandsbewegung gibt es offenbar nicht.

So richtig Kontra geben – wer hätte das gedacht? – nur die muselmanischen Völkerschaften (die Frage ist nur, ob man ausgerechnet das so positiv finden sollte, man bedenke nur 9/11, Iran, Sadr-City etc. …):

Die Provinz Gansu dagegen war oft Schauplatz muslimischer Aufstände, oft verbunden mit dem Widerstand in Xinjiang. Auch die tibetische Minderheit dort opponiert.