Linke ***löcher (2): Der letzte Fan

Die frühere stellvertretende PDS-Bundesvorsitzende Angela Marquardt ist der SPD beigetreten. Da fragt man sich schon, wer war das denn noch mal?

Nach der Wende landet Angela Marquardt über die Punkszene und das Neue Forum bei der PDS. Sie ist jung, unangepasst, trägt schwarze Klamotten. Ihre kurzen Haare stehen nach oben, sie sind grün und gelb gefärbt. | taz

Ah, es dämmert. Der kleene Punker, die voll frech linke PDS-Politik gestaltet hat und sogar mal auf ner Antifa-Demo war. Die ist jetzt also in der SPD. Und alles wegen Kurt, dessen letzter Fan sie ist:

Es hat dann noch eine ganze Weile gebraucht. Doch nun hat Angela Marquardt den Aufnahmeantrag unterschrieben. In der Spalte Werber steht: Kurt Beck. | SZ-Online

Soviel jugendliche Begeisterung für einen Parteiführer in schweren Wassern ist menschlich anrührend, immerhin wollen nur noch 13% der Deutschen Kurt Beck zum Kanzler.

Weniger anrührend sind hingegen ihre Motive:

In ihrer alten Partei habe die Politikerin zwar noch einige Freunde, aber, so erklärt die 36-Jährige, in der PDS gebe es „nationalistische und fremdenfeindliche Töne sowie soziale und friedenspolitische Forderungen, die nicht der Realität entsprechen“. Außerdem, so Marquardt „darf niemand für sich beanspruchen, die linke Wahrheit zu haben und mit billigem Populismus auf Stimmenfang gehen“.| www.europolitan.de

Spitzfindig könnte man einwenden, dass Forderungen ihrem Wesen nach niemals der Realität entsprechen können, sonst bräuchte man ja nichts zu fordern. Weniger spitzfindig kann man ihr natürlich die „linke Wahrheit“ bestätigen, dass Hartz IV nichts mit (Standort-)Nationalismus und imperialistische Weltordnungskriege unter rot-grünem oder SPD/CDU-Kommando nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun haben…


4 Antworten auf “Linke ***löcher (2): Der letzte Fan”


  1. 1 der Klassensprecher von 1984 18. März 2008 um 20:15 Uhr

    Na, als Mitarbeiterin der SPD-“Linken“ Nahles, die ihrerseits für folgenden geistigen Durchfall von der TITANIC aufgespiesst wurde, passt das doch wie Arsch auf Eimer:

    »Ja klar. Kapitalist, das ist ein negativer Begriff. Ein Kapitalist ist jemand, der die gesellschaftlichen Interessen hinter seine eigenen Profit­interessen stellt. Im Gegensatz dazu sind Unternehmer positive Akteure in unserer Gesellschaft. Sie beuten nicht aus, sondern ermöglichen Wertschöpfung und Arbeitskräfte.«

  2. 2 W. Putin 28. März 2008 um 12:25 Uhr

    Hehe, schon ne lustige Demokratenanekdote, weil diese Frau früher tatsächlich nicht nur äußerlich eine Linke in der PDS war. Man traut es ja noch eher der Petra Pau oder dem Gysi zu, in die SPD zu gehen.

    Andererseits auch kein Zufall: Wer sich als Herrschaftspersonal für Deutschlands Fortkommen aufstellen lassen will, hat ja nicht nur die PDS zur Auswahl. Und wenn im demokratischen Personenkult mal die Publicity fehlt – von Marquardt hat man wirklich lang nichts gehört – dann macht man halt mal öffentlich einen Parteiwechsel. Das kommt gut an. Beim deutschen Wähler, weil der einmal mehr sieht, dass diese „Kommunisten“ von der LINKEN nichts taugen und bei der SPD sowieso. Ein kleines Ärgernis hat das aus Sicht der Marquardt dann doch: so populär wie der PArteiwechsel von Oswald Metzger (Grüner, nun CDU) wird ihrer sicher nicht.

    Tja, womit sich mal wieder bestätigt: Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz; wer mit 40 (oder 36) noch immer Kommunist ist, hat keinen Verstand. :D

  3. 3 vaterlandslose-gesellen 18. Juni 2008 um 7:07 Uhr

    Angela Marquardt unterstützt die Kriegspartei, die die SPD, nicht seit gestern, sondern seit 1914 ist

  1. 1 Geil, ich hab Zeit gefunden! « Reich und Schön Pingback am 27. März 2008 um 23:27 Uhr
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